Kleine Notenkunde

Das Notensystem

Die Notenlinien

Das grundlegende Notensystem, bestehend aus fünf Notenlinien, in dem die Noten  eingetragen werden.

Notenzeile

 

 


Die Hilfslinien

Kurze Zusatzlinien, werden verwendet, wenn eine Note außerhalb der Notenlinien liegt.

Hilfslinien


Der Takt

Der Takt (von lateinisch tactus ,Berührung‘, ,Stoß‘) ist in der Musik eine Gruppierung von bestimmten Notenwerten mit gleicher Zählzeit Metrum, die meistens mit dem Grundschlag identisch sind. Der Takt ist eine grundlegende zeitliche Struktur der Musik, er wird durch 2 Taktstriche begrenzt. Das Musikstück wird durch die einzelnen Takte gegliedert, Taktzahlen über dem Takt erleichtern das Auffinden gewünschter Stellen in langen Werken.
Durch die wechselnden Notenwerte der Musik, die mit den Zählzeiten des Taktes zusammenfallen oder aber von ihnen abweichen, entstehen die Rhythmen eines Musikstücks

Der Taktstrich

Der Taktstrich trennt zwei aufeinanderfolgende Takte.

Taktstrich


Der Schlußstrich

Der Schlußstrich markiert das Ende des Musikstücks.

Schlussstrich


Die Taktangaben

Die untere Zahl gibt den Wert des Grundschlages als entsprechende Note an und die obere die Anzahl dieser Grundschläge. In nebenstehenden Beispiel kann ieder Takt Noten im Wert von drei Viertelnoten einnehmen.

Taktangabe


 

Spezielle Taktvorschrift

Diese alternative spezielle Taktvorschrift repräsentiert das 4/4-Taktmaß.

Spezielle Taktangabe


Alla breve

Diese spezielle Taktvorschrift repräsentiert das 2/2-Taktmaß.

AllaBreve


Metronomangabe

Zur präzisen Angabe der Geschwindigkeit von Stücken besteht darüber hinaus die Möglichkeit, die Metronomschlagzahl (am Anfang des Stückes geschrieben) genau festzulegen. Die Zahl bestimmt die Anzahl der Noten (hier: Viertelnoten) in der Minute.

Zeiteingabe


Der Notenschlüssel

Notenschlüssel (lat. clavis, pt. clave, ital. chiave, engl./frz.: clef = ,,Schlüssel“) dienen in der Musik dazu, im Notensystem festzulegen, welche Tonhöhe die fünf Notenlinien repräsentieren. Jeder Schlüssel hat dafür einen Referenzton, aus dessen Position sich die Lage der anderen Töne ableitet. die Bedeutung der Notenlinien erschließt sich also erst durch den Schlüssel. Daraus ergibt sich, dass die verschiedenen Notenschlüssel unterschiedliche Tonlagen repräsentieren und somit für jedes Instrument und jede Stimmlage ein geeigneter Schlüssel existiert

Der Violinschlüssel (G-Schlüssel)

Der Mittelpunkt der Spirale markiert die Linie, der der Ton G über dem mittleren C zugeordnet ist.
Normalerweise ist dies die zweite Linie von unten. Das mittlere C kommt in diesem Fall auf der ersten Hilfslinie unter dem System zu liegen.

Violinschlüssel


Der Baßschlüssel (F-Schlüssel)

Der Punkt am Ende der Schleife markiert die Linie, der der Ton F unter dem mittleren C zugeordnet ist. Beim Bassschlüssel ist dies die vierte Linie von unten. Das mittlere C kommt in diesem Fall auf der ersten Hilfslinie über dem System zu liegen.

BassSchlüssel


Geschweifte Klammer (Akkolade)

Verbindet zwei oder mehr Stimmen, die gleichzeitig gespielt werden (z.B. rechte und linke Hand beim Klavier, Orchester, etc.)

Geschweifte Klammer


Wiederholungen

Im groben kann man die Wiederholungen unterteilen in das Wiederholen von einzelnen Tönen, Figuren und Takten und das Wiederholen von ganzen Abschnitten.
Unverzichtbar sind dagegen die Wiederholungszeichen für größere Abschnitte, um die es hier gehen soll.

Das Wiederholungszeichen hat die Form eines Schlussstrichs mit zwei Punkten auf derjenigen Seite, in deren Richtung die Wiederholung von einem oder mehreren Takten verlangt wird. Die einfachen Zeichen zur Wiederholung eines ganzen Abschnittes sehen so aus:

Wiederholungs-Anfang

WiedeholungAnfang


 

Wiederholungs-Ende

Wiederholung Ende


 

Alles was zwischen diesen beiden Zeichen steht wird wiederholt.
Fehlt das Anfangszeichen, wird von Beginn des Musikstückes wiederholt.


 

Vortragsbezeichnungen

Die Komponisten schreiben gewöhnlich die Vortragsbezeichnung und Begriffe aus dem Latein oder italienischen. Heute schrebt man so auch in der Landessprache.

Dynamische (die Lautstärke betreffende) Bezeichnungen:

Schreibweise:
p
pp
mf
f
ff
fz
Abkürzung für:
piano
pianissimo
mezzoforte
forte
fortissimo
forzato
Bedeutung:
leise singen
sehr leise singen
mittelstartk
stark
sehr stark
die betreffende Note betont singen

Die Lautstärken können noch ausgeprägter angegeben werden, wie beispielsweise fff (forte fortissimo) oder ppp (piano pianissimo)


Dynamische Übergänge und Veränderungen:

Schreibweise:
piu
meno
sf (sfz)
marc.
cresc.
decresc.
dim.
riten.
rit.
ral.
accel.
string.
ten.
Abkürzung für:
.
.
sforzato
marcato
crescendo
decescendo
diminuetto
ritenuto
ritardano
rallentando
accelerando
stringendo
tenuto
Bedeutung:
mehr
weniger
betont, akzentuiert
markant, stark hervorhebend
stärker werdend (allmählich)
schwächer werdend (allmählich)
schwächer werden (allmählich)
zurückhaltend im Tempo
langsamer werden
langsamer werden
schneller werden, treiben
schneller werden
zögernd, etwas gedehnt


Ausdrucksbezeichnungen:

Schreibweise:
con esspressione
energico
gracioso
mosso
maestoso
affettuoso
amabile
cantabile
con brio
dolce
espressivo
grave
lacrimoso
religioso
sostenuto
tranquillo
rubato
Bedeutung:
mit Ausdruck
energisch
anmutig, scön
bewegt
majestätisch
mit Empfindung
lieblich
singend, locker
mit Feuer
sanft
ausdrucksvoll
gewichtig, schwer
klagend
andächtig
getragen
ruhig
rhythmisch frei


Die Vorzeichen:

C-Dur und a-Moll haben keine Vorzeichen. Diese beiden Tonleitern nennt man „parallel verwand“. So hat jede Tunleiter ihre Parallel-Tonleiter beim anderen Tongeschlecht. Entscheidend für das Geschlecht ist nur die Anordnung der Halbtonschritte. Es kann also auf jeden Stammton und auf jeden Nebenton der Tonleiter jeweils eine Dur- und eine Moll-Tonleiter gebildet werden.

C-Dur und a-Moll
# G-Dur und e-Moll
## D-Dur und h-Moll
### A-Dur und fis-Moll
#### E-Dur und cis-Moll
##### H-Dur und gis-Moll
###### Fis-Dur und dis-Moll
 b  F-Dur und d-Moll
 bb  B-Dur und g-Moll
 bbb  Es-Dur und c-Moll
 bbbb  As-Dur und f-Moll
 bbbb  Des-Dur und b-Moll
 bbbbb  Ges-Dur und es-Moll